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Newsletter Januar/Februar 2026
Der infomedia.sh-Newsletter Januar/Februar 2026
Drehberichte studentische Kurzfilme HAW: „Doppelkopf Royal“
In loser Folge veröffentlicht infomedia.sh Drehberichte von Studierenden der HAW Kiel. Die Filme sind von Nachwuchsfilmemacher*innen im Rahmen des Moduls „Audio- und Videoproduktion 2“ entstanden (Dozenten: Tobias Hochscherf, Gunnar Eisenberg, Christian Mertens und Eike Endrikat). Es handelt sich meist um die ersten fiktionalen Filme, die die Studierenden jemals gedreht haben. Ein echtes Erstlingswerk also. 1. Beitrag: Drehbericht „Doppelkopf Royal“
Lübecker Drehbuchstipendium geht in die vierte Runde
Die Nordischen Filmtage Lübeck vergeben auch 2026 zwei Stipendien für die Entwicklung von deutschsprachigen Drehbüchern: Gefördert werden ein neues Kinoprojekt einer*eines renommierten Autor*in sowie eine in Format und Plattform offene visuelle Erzählung (z.B. Serie, VR-Experience, 360° Fulldome) eine*r Autor*in mit biografischem Bezug zu Lübeck.
Flattern in den Fluten
„Im Licht der Sandbank“ (D 2025, 75 Min., Dokumentarfilm von Kilian Helmbrecht)
Begleitete Einsamkeit ist schon in der ersten Einstellung von „Im Licht der Sandbank“ zu sehen. Vogelwart (und Regisseur und Kameramann) Kilian Helmbrecht auf dem winterlichen Weg von Cuxhaven durchs Wattenmeer zur Vogelschutz-Insel Scharhörn. Ihn erwarten sieben Monate Einsamkeit – und Mehrsamkeit mit den Vögeln des Wattenmeers zwischen Ebbe und Flut.
Animé und Animiertes auf der Berlinale 2026
Mit 15 Produktionen, darunter fünf Langfilme, waren Animationsfilme auf der Berlinale 2026 durchaus stark vertreten. Nach „Art College 1994“ (Liu Jian, China 2023) lief mit „A New Dawn“ (Yoshitoshi Shinomiya, Japan/Frankreich 2026) auch im Wettbewerb ein japanischer Animationsfilm.
Förderung von Studierendenfilmen aus SH schon in 2026
Bereits Mitte Dezember 2025 beschloss der Schleswig-Holsteinischer Landtag einen Haushaltsantrag zur gezielten Förderung studentischer Filmarbeiten und ländlicher Kinos. In dieser Woche gelang es der Abgeordneten ulturpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Uta Röpcke, mit einem Folgeantrag, die Bereitstellung der Fördermittel für studentische Filmarbeiten noch für dieses Jahr sicherzustellen – auch wenn das Vergabeverfahren derzeit noch geklärt wird. Damit setzt die Landesregierung ein zentrales Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag SH 2020-2027 (s. S.: 221 ff) um: die gezielte Unterstützung von Studierendenfilmen in Produktion und Postproduktion, um ihre künstlerische Qualität zu stärken und ihre Chancen auf Festivalteilnahmen deutlich zu erhöhen.
Offener Brief zur Zukunft der Berlinale
Als Filmschaffende in Deutschland und darüber hinaus verfolgen wir die Debatten um die Berlinale und die diskutierte Abberufung von Tricia Tuttle mit großer Sorge. Wir verteidigen die Berlinale als das, was sie ist: ein Ort des Austauschs.
Väter, Töchter und verlorene Wurzeln
„Nina Roza“ (Geneviève Dulude-De Celles, 2026)
„Nina Roza“ ist ein kluger, leiser und sensibler Film über die Erkundung der eigenen Geschichte und das vorsichtige Neubewerten einer Vater-Tochter-Beziehung. Zugleich untersucht Regisseurin Dulude-De Celles das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Integrität und kommerziellen Erwartungen – und stellt die existenzielle Frage, was es bedeutet, ein Zuhause zu verlassen und möglicherweise für immer zu verlieren. Empfehlenswert!
Berlinale 2026: Goldener Bär für „Gelbe Briefe“
Am 21. Februar 2026 wurden bei der Berlinale 2026 die Preise vergeben. Der Goldene Bär für den besten Film ging an „Gelbe Briefe“ von İlker Çatak. Schauspielerin Sandra Hüller erhielt einen Silbernen Bären für ihre Darbietung in „Rose“ von Markus Schleinzer.
Im Osten grausam Alltägliches
„2.000 Meter bis Andriiwka“ (Mstyslav Chernov, Ukraine / USA 2025)
Ein zwei Kilometer langer Waldstreifen, gesäumt von einer offenen und verminten Kraterlandschaft – 2.000 Meter bis zum russisch besetzten Dorf Andriiwka an der Front im Donezk, das die ukrainische 3. Sturm-Brigade um jeden Preis „befreien“ will. Der Oscar-prämierte ukrainische Dokumentarfilmer Mstyslav Chernov hat in seinem jüngsten Dokumentarfilm „2.000 Meter bis Andriiwka“ sich und Co-Kameramann Alex Babenko in der Truppe „embeded“ und zeigt bedrückend nah und schonungslos den Alltag von Leben und Sterben der Soldaten an vorderster Front.
Wo Nähe zur Gefahr wird
„Animol“ (Ashley Walters, GB 2026)
Wie ein schwarzer Heiligenschein umrahmt das verdunkelte Fenster des Gefangenentransporters Troys (Tut Nyuot) Kopf, als er in das Jugendhaftzentrum nahe London gebracht wird. Vor ihm liegt die Ungewissheit eines Strafvollzugs unter jugendlichen Kriminellen, deren brutale Regeln er unmittelbar nach seiner Ankunft zu spüren bekommt.
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