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Herausgegeben von Filmkultur SH e.V.
Kinopreis Schleswig-Holstein 2026: Haushaltsinitiative der Koalitionsfraktionen stärkt gezielt Kinos im ländlichen Raum
Am 16. Juni 2026 wurden die durch das Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur ausgeschriebenen Kinopreise Schleswig-Holstein 2026 im Flensburger 51-Stufen-Kino vergeben. Das Preisgeld wurde gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt – nahezu die gesamte Erhöhung um rund 52.000 Euro geht auf einen Haushaltsantrag der Koalitionsfraktionen der Landesregierung zurück, mit dem erstmals gezielt Preisgelder für Kinos im ländlichen Raum bereitgestellt wurden.
Newsletter Mai 2026
Der infomedia.sh-Newsletter Mai 2026
Kinopreis Schleswig-Holstein 2026: Die ausgezeichneten Lichtspielhäuser
Schleswig-Holstein feiert seine Kinos: Am 16. Juni sind im 51 Stufen-Kino in Flensburg 17 von ihnen mit dem Kinopreis 2026 ausgezeichnet worden. Das Land hatte den Kinopreis zuvor deutlich ausgebaut: Das Preisgeld wurde von bisher 43.000 Euro auf 95.100 Euro angehoben.
ver.di: Tarifrunden bei CinemaxX und im Öffentlich-rechtlichen Rundfunk
In der gegenwärtigen Tarifrunde fordert ver.di eine deutliche Anhebung der Niedriglöhne bei CinemaxX – kein Lohn unter 15,80 Euro. Bei den Tarifverhandlungen mit den Sendern der ARD setzt ver.di die Verhandlungen und den Arbeitskampf entschlossen fort. Die Forderung hier: 7% (aber mindestens 300 €) Erhöhung von Honoraren und Gehalt.
Studie der IHK zu Lübeck: Die Kultur- und Kreativwirtschaft im Hansebelt
Ende 2025 veröffentlichte die IHK zu Lübeck eine Studie zur Situation der Kreativwirtschaft im „Hansebelt“. Die Region Hansebelt umfasst in Schleswig-Holstein die Kreise Bad Segeberg, Storman, Herzogtum Lauenburg, Ostholstein und Lübeck. Die Studie sagt aber dennoch etwas über die Situation in Schleswig-Holstein generell aus. Die Studie wurde jüngst erneut von Dietmar Baum im Rahmen der Veranstaltung „Kultur.Meer.Wert.“ im Landeshaus Schleswig-Holstein vorgestellt.
4. Mondo Grindhouse Festival
Das Mondo Grindhouse Festival geht vom 12. bis 14. Juni 2026 im Kieler Studio Filmtheater am Dreiecksplatz in die vierte Runde. Team Mondo hat für Freund*innen des abseitigen Geschmacks wieder ein verstrahltes Programm aus bizarrem Voll-Trash, handfestem Horror und katastrophalen Kultfilmen aus dem Morast der Filmgeschichte gehoben. Damit im Trash-Sumpf die Orientierung nicht verloren geht, ist das Programm moderiert und es gibt Einleitungen und Gesprächsgäste.
Offene Kanäle starten als „OKSH mediaHub“ in die Zukunft
Der Offene Kanal Schleswig-Holstein (OKSH) präsentiert sich ab sofort in einem neuen Gewand. Der offizielle Startschuss für den Relaunch fiel am 29. Mai 2026 im Rahmen eines Festakts mit Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und Medien.
10. Flensburger Filmtisch (9. Juni 2026)
Zum zehnten Mal laden Flensburger Filmemacher*innen zum Flensburger Filmtisch ein – am Dienstag, 9. Juni 2026, 18 Uhr in der NORDER147.
Mediendienste-Investitionsverpflichtungs-Gesetz im Bundeskabinett beschlossen
4er-Runde begrüßt wichtigen Schritt und warnt vor Schwächung der ökonomischen und kreativen Handlungsfähigkeit
Nach vielen Jahren der filmpolitischen Reform-Diskussion ist es nun endlich soweit: Das Mediendienste-Investitionsverpflichtungsgesetz wurde am 27.5.2026 durch das Bundeskabinett beschlossen. Die gute Nachricht: Damit können endlich auch die insgesamt 250 Millionen Euro zur Filmförderung durch das Bundesfinanzministerium freigegeben werden. Allerdings bleibt bis zur Verabschiedung im Parlament noch die Notwendigkeit zur Nachbesserung. Denn: Die deutsche Produktionsbranche hatte gehofft, dass Kulturstaatsminister Wolfram Weimer den Geist der mittelständischen Unternehmen in der Filmwirtschaft erkennt und stärkt. Die aktuellen Umsetzungspläne drohen nun jedoch, das Gegenteil zu bewirken. Der politische Kompromiss von CDU/CSU und SPD sollte nicht konterkariert werden.
Kino-Dokumentarfilmförderung in Deutschland
Ein Auszug aus der Analyse von Martin Hagemann:
These 1: Zu viele Filme mit zu wenig Geld
Aktuell werden hierzulande mehr als doppelt so viele Kino-Dokumentarfilme finanziert, als es mit dem vorhandenen Gesamt-Budget sinnvoll wäre. Dies ist nur möglich, weil die durchschnittlichen Budgets zu niedrig sind. Die Folge davon zeigt sich u.a. mit Blick auf die fünf wichtigsten internationalen Dokumentarfilmfestivals. Dort konnte der deutsche Kinodokumentarfilm in den Jahren von 2023-2025 aus insgesamt 167 präsentierten Filmen in den Hauptwettbewerben der Festivals in Amsterdam, Kopenhagen, Sheffield, Nyon und New York, lediglich sechs majoritär in Deutschland produzierte Filme stellen.
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