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Newsletter Februar/März 2026
Der infomedia.sh-Newsletter Februar/März 2026
Was machen, wenn der eigene Film geklaut wird?
Diebstahl geistigen Eigentums in der Filmwelt – etwa von Storylines, Figurenideen oder Motiven – ist nicht ungewöhnlich. Die Grenze zwischen Zitat und Plagiat kann dabei schon einmal schmal werden. Aber ein kompletter Film? Wie ist das überhaupt möglich, was bringt es dem Dieb – und wie kann er damit etwa bei Festivals durchkommen?
Der talentierte Mr. F. von Igor Plischke dokumentiert den faszinierenden Fall der Berliner Filmstudenten Julius Drost und Moritz Henneberg, die erstaunt feststellen müssen, dass ihnen genau dies passiert ist: Als sie ihren Animationsfilm „Butty“, in den sie drei Jahre Arbeit investiert haben, bei Festivals einreichen, entdecken sie, dass der Film dort häufig bereits unter einem anderen Namen gelaufen ist.
Die Kamera als erzählende Instanz
Der Dokumentarfilm „Holler for Service“ von Ole Elfenkämper und Kathrin Seward porträtiert eine Frau in ihrem kleinen Hardware Store (Baumarkt), der sich im Laufe des Films als regsamer Begegnungs- und Kommunikationsort bzw. als die zentrale Lebensader seiner ländlichen Umgebung entpuppt.
30. Filmfest Schleswig-Holstein: Der Wettbewerb um den Gesa-Rautenberg-Preis
Beim 30. Filmfest Schleswig-Holstein vom 17. bis 21. März 2026 wurden sieben Filme für den Wettbewerb um den mit 2.000 Euro dotierten Gesa-Rautenberg-Preis nominiert. Darunter befinden sich drei Langfilme und zum ersten Mal vier mittellange Filme, was durch eine Erweiterung der Ausschreibung auf Filme ab 15 Minuten in dieser Festivalausgabe ermöglicht wurde.
Magischer Realismus aus dem Erzgebirge – über Heimat, Fremdsein und Identität
„Wo sind wir hier?“, fragt die junge Wanderin im Gasthaus. „In Deutschland“, kommt es lapidar von der Wirtin zurück. Die alltagsrassistische Bemerkung kann jedoch ihre Begeisterung für die abgelegene sächsische Region nicht dämpfen. Die vietnamesische Austauschschülerin ist fasziniert vom besonderen Geruch der Wiesen und Wälder und von der Andersartigkeit des Erzgebirges. Ihre Faszination für die mythische Bergwelt Sachsens führt sie bei einer Bergwerksführung schließlich in einen geheimnisvollen, abgelegenen Stollen, der in eine magische Parallelwelt führt.
4. Langwedeler KurzFilmAbend am Samstag, den 7. März 2026
Pre-Vibes für das Filmfest Schleswig-Holstein: Kultur am Brahmsee präsentiert den 4. Langwedeler KurzFilmAbend am Samstag, den 7. März 2026 um 19:00 Uhr
Entlassen und doch gefangen
„Regen fiel auf nichts Neues“ (D 2025, 85 Min, Buch/Regie: Steffen Goldkamp)
David Köhler (Noah Sayenko) saß im Gefängnis, jetzt wird er entlassen – in eine Welt, die nicht mehr seine ist. Wenn sie denn je seine war. Autor und Regisseur Steffen Goldkamp zeigt den Delinquenten. Er kommt aus dem Knast und kommt wieder in den Knast (wie das gleiche Closeup am Anfang und Ende zeigt).
Drehberichte studentischer Kurzfilme der HAW Kiel: „Doppelkopf Royal“
In loser Folge veröffentlicht infomedia.sh Drehberichte von Studierenden des Studienganges Multimedia Production der HAW Kiel. Die Filme sind im Rahmen des Moduls „Audio- und Videoproduktion 2“ entstanden (Dozenten: Tobias Hochscherf, Gunnar Eisenberg, Christian Mertens und Eike Endrikat). Es handelt sich meist um die ersten, fiktionalen Filme, die die Studierenden jemals gedreht haben. Echte Erstlingswerke also. Der 1. Beitrag: Drehbericht „Doppelkopf Royal“
Lübecker Drehbuchstipendium geht in die vierte Runde
Die Nordischen Filmtage Lübeck vergeben auch 2026 zwei Stipendien für die Entwicklung von deutschsprachigen Drehbüchern: Gefördert werden ein neues Kinoprojekt einer*eines renommierten Autor*in sowie eine in Format und Plattform offene visuelle Erzählung (z.B. Serie, VR-Experience, 360° Fulldome) eine*r Autor*in mit biografischem Bezug zu Lübeck.
Flattern in den Fluten
„Im Licht der Sandbank“ (D 2025, 75 Min., Dokumentarfilm von Kilian Helmbrecht)
Begleitete Einsamkeit ist schon in der ersten Einstellung von „Im Licht der Sandbank“ zu sehen. Vogelwart (und Regisseur und Kameramann) Kilian Helmbrecht auf dem winterlichen Weg von Cuxhaven durchs Wattenmeer zur Vogelschutz-Insel Scharhörn. Ihn erwarten sieben Monate Einsamkeit – und Mehrsamkeit mit den Vögeln des Wattenmeers zwischen Ebbe und Flut.
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