Spotlight …

Ein Festival ist vorbei (die Berlinale 2026), ein weiteres folgt (Filmfest SH 2026), im Newsletter infomedia.sh spiegeln sich beide. Beginnen wir mit der (nahen) Zukunft, dem Filmfest SH 2026. Am heutigen Mittwoch startet das Rahmenprogramm außer Konkurrenz mit „Im Licht der Sandbank“ von Kilian Helmbrecht bei FilmFörde im KulturForum Kiel. Die sieben Wettbewerbsbeiträge um den Gesa-Rautenberg-Filmpreis haben Redakteure von infomedia.sh gesichtet und vorbesprochen, namentlich Helmut Schulzeck, Daniel Krönke und Jörg Meyer sowie in Kurzbesprechungen Thomas Heuer, zusammengefasst und verlinkt hier.

infomedia-Redakteur Daniel Krönke war auch auf der Berlinale 2026 fleißig schauend unterwegs und hat mehrere Filme und Programme besprochen. Alles zur Berlinale 2026 unter diesem Kategorie-Link.

Freuen kann sich – wenigstens ein bisschen – der Filmnachwuchs aus Schleswig-Holstein. Noch in diesem Jahr sollen Studierendenfilme aus SH mehr gefördert werden als bisher, wie die Schwarz-Grüne Landtagskoalition beschloss. Eine besondere Nachwuchsförderung bietet auch das Lübecker Drehbuchstipendium, nunmehr in der vierten Runde.

Und auch nochmal um den Nachwuchs geht es in unserer neuen Reihe von Drehberichten studentischer Kurzfilme aus der HAW Kiel, die wir in loser Folge veröffentlichen.

Viel Spaß beim Lesen und weiter Klicken

eure infomedia-Redaktion

 


 

Festivals & Wettbewerbe

 

Preis der deutschen Filmkritik 2025 – Die Gewinner*innen

Elf Filme in 14 Kategorien wurden bei der Berlinale 2026 mit dem Preis der deutschen Filmkritik 2025 ausgezeichnet. Bester Spielfilm wurde Mascha Schilinskis In die Sonne schauen. Die Kamerafrau und Regisseurin Elfi Mikesch wurde mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet, während das Berliner Kino-Projekt SİNEMA TRANSTOPIA den Innovationspreis erhielt … mehr lesen

 

Berlinale 2026: Goldener Bär für „Gelbe Briefe“

Am 21. Februar 2026 wurden bei der Berlinale 2026 die Preise vergeben. Der Goldene Bär für den besten Film ging an „Gelbe Briefe“ von İlker Çatak. Schauspielerin Sandra Hüller erhielt einen Silbernen Bären für ihre Darbietung in „Rose“ von Markus Schleinzer … mehr lesen

 

Offener Brief zur Zukunft der Berlinale

Als Filmschaffende in Deutschland und darüber hinaus verfolgen wir die Debatten um die Berlinale und die diskutierte Abberufung von Tricia Tuttle mit großer Sorge. Wir verteidigen die Berlinale als das, was sie ist: ein Ort des Austauschs … mehr lesen

 

Lübecker Drehbuchstipendium geht in die vierte Runde

Die Nordischen Filmtage Lübeck vergeben auch 2026 zwei Stipendien für die Entwicklung von deutschsprachigen Drehbüchern: Gefördert werden ein neues Kinoprojekt einer*eines renommierten Autor*in sowie eine in Format und Plattform offene visuelle Erzählung (z.B. Serie, VR-Experience, 360° Fulldome) eine*r Autor*in mit biografischem Bezug zu Lübeck … mehr lesen

 


 

Filmfest SH 2026

 

Flattern in den Fluten

„Im Licht der Sandbank“ (D 2025, 75 Min., Dokumentarfilm von Kilian Helmbrecht)

Begleitete Einsamkeit ist schon in der ersten Einstellung von „Im Licht der Sandbank“ zu sehen. Vogelwart (und Regisseur und Kameramann) Kilian Helmbrecht auf dem winterlichen Weg von Cuxhaven durchs Wattenmeer zur Vogelschutz-Insel Scharhörn. Ihn erwarten sieben Monate Einsamkeit – und Mehrsamkeit mit den Vögeln des Wattenmeers zwischen Ebbe und Flut … mehr lesen

 

30. Filmfest Schleswig-Holstein: Der Wettbewerb um den Gesa-Rautenberg-Preis

Beim 30. Filmfest Schleswig-Holstein vom 17. bis 21. März 2026 wurden sieben Filme für den Wettbewerb um den mit 2.000 Euro dotierten Gesa-Rautenberg-Preis nominiert. Darunter befinden sich drei Langfilme und zum ersten Mal vier mittellange Filme, was durch eine Erweiterung der Ausschreibung auf Filme ab 15 Minuten in dieser Festivalausgabe ermöglicht wurde … mehr lesen

30. Filmfest Schleswig-Holstein - Artwork von Sarah Roloff, Studio Ranokel

 

Die Kamera als erzählende Instanz

Der Dokumentarfilm „Holler for Service“ von Ole Elfenkämper und Kathrin Seward porträtiert eine Frau in ihrem kleinen Hardware Store (Baumarkt), der sich im Laufe des Films als regsamer Begegnungs- und Kommunikationsort bzw. als die zentrale Lebensader seiner ländlichen Umgebung entpuppt … mehr lesen

Szenenfoto aus "Holler For Service" von Ole Elfenkämper & Kathrin Seward (Foto (c) Ole Elfenkämper & Kathrin Seward)

 

Magischer Realismus aus dem Erzgebirge – über Heimat, Fremdsein und Identität

„Wo sind wir hier?“, fragt die junge Wanderin im Gasthaus. „In Deutschland“, kommt es lapidar von der Wirtin zurück. Die alltagsrassistische Bemerkung kann jedoch ihre Begeisterung für die abgelegene sächsische Region nicht dämpfen. Die vietnamesische Austauschschülerin ist fasziniert vom besonderen Geruch der Wiesen und Wälder und von der Andersartigkeit des Erzgebirges. Ihre Faszination für die mythische Bergwelt Sachsens führt sie bei einer Bergwerksführung schließlich in einen geheimnisvollen, abgelegenen Stollen, der in eine magische Parallelwelt führt … mehr lesen

 

Entlassen und doch gefangen

„Regen fiel auf nichts Neues“ (D 2025, 85 Min, Buch/Regie: Steffen Goldkamp)

David Köhler (Noah Sayenko) saß im Gefängnis, jetzt wird er entlassen – in eine Welt, die nicht mehr seine ist. Wenn sie denn je seine war. Autor und Regisseur Steffen Goldkamp zeigt den Delinquenten. Er kommt  aus dem Knast und kommt wieder in den Knast (wie das gleiche Closeup am Anfang und Ende zeigt) … mehr lesen

 


 

Berlinale 2026

 

Überlebenskampf an der Küste Maines

„Bucks Harbor“ (Pete Muller, USA 2026)

Mit „Bucks Harbor“ zeigt der Fotograf und Medienkünstler Pete Muller seinen ersten Dokumentarfilm im Panorama der Berlinale 2026. Nach Jahren in Krisengebieten Afrikas und des Nahen Ostens richtet Muller den Blick nun auf eine andere Form des Existenzkampfs: den Alltag der Hummerfischer in Downeast Maine im Nordosten der USA … mehr lesen

 

Wo Nähe zur Gefahr wird

„Animol“ (Ashley Walters, GB 2026)

Wie ein schwarzer Heiligenschein umrahmt das verdunkelte Fenster des Gefangenentransporters Troys (Tut Nyuot) Kopf, als er in das Jugendhaftzentrum nahe London gebracht wird. Vor ihm liegt die Ungewissheit eines Strafvollzugs unter jugendlichen Kriminellen, deren brutale Regeln er unmittelbar nach seiner Ankunft zu spüren bekommt … mehr lesen

 

Väter, Töchter und verlorene Wurzeln

„Nina Roza“ (Geneviève Dulude-De Celles, 2026)

„Nina Roza“ ist ein kluger, leiser und sensibler Film über die Erkundung der eigenen Geschichte und das vorsichtige Neubewerten einer Vater-Tochter-Beziehung. Zugleich untersucht Regisseurin Dulude-De Celles das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Integrität und kommerziellen Erwartungen – und stellt die existenzielle Frage, was es bedeutet, ein Zuhause zu verlassen und möglicherweise für immer zu verlieren. Empfehlenswert! … mehr lesen

 

Animé und Animiertes auf der Berlinale 2026

Mit 15 Produktionen, darunter fünf Langfilme, waren Animationsfilme auf der Berlinale 2026 durchaus stark vertreten. Nach „Art College 1994“ (Liu Jian, China 2023) lief mit „A New Dawn“ (Yoshitoshi Shinomiya, Japan/Frankreich 2026) auch im Wettbewerb ein japanischer Animationsfilm … mehr lesen

 

 


 

Filmförderung & Medienpolitik

 

Förderung von Studierendenfilmen aus SH schon in 2026

Bereits Mitte Dezember 2025 beschloss der Schleswig-Holsteinischer Landtag einen Haushaltsantrag zur gezielten Förderung studentischer Filmarbeiten und ländlicher Kinos. In dieser Woche gelang es der Abgeordneten ulturpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Uta Röpcke, mit einem Folgeantrag, die Bereitstellung der Fördermittel für studentische Filmarbeiten noch für dieses Jahr sicherzustellen – auch wenn das Vergabeverfahren derzeit noch geklärt wird. Damit setzt die Landesregierung ein zentrales Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag SH 2020-2027 um: die gezielte Unterstützung von Studierendenfilmen in Produktion und Postproduktion, um ihre künstlerische Qualität zu stärken und ihre Chancen auf Festivalteilnahmen deutlich zu erhöhen … mehr lesen

 


 

Filmkritiken

 

Im Osten grausam Alltägliches

„2.000 Meter bis Andriiwka“ (Mstyslav Chernov, Ukraine / USA 2025)

Ein zwei Kilometer langer Waldstreifen, gesäumt von einer offenen und verminten Kraterlandschaft – 2.000 Meter bis zum russisch besetzten Dorf Andriiwka an der Front im Donezk, das die ukrainische 3. Sturm-Brigade um jeden Preis „befreien“ will. Der Oscar-prämierte ukrainische Dokumentarfilmer Mstyslav Chernov hat in seinem jüngsten Dokumentarfilm „2.000 Meter bis Andriiwka“ sich und Kameramann Alex Babenko in der Truppe „embeded“ und zeigt bedrückend nah und schonungslos den Alltag von Leben und Sterben der Soldaten an vorderster Front … mehr lesen

 

 


 

Filmcommunity SH

 

Drehberichte studentische Kurzfilme HAW: „Doppelkopf Royal“

In loser Folge veröffentlicht infomedia.sh Drehberichte von Studierenden der HAW Kiel. Die Filme sind von Nachwuchsfilmemacher*innen im Rahmen des Moduls „Audio- und Videoproduktion 2“ entstanden (Dozenten: Tobias Hochscherf, Gunnar Eisenberg, Christian Mertens und Eike Endrikat). Es handelt sich meist um die ersten fiktionalen Filme, die die Studierenden jemals gedreht haben. Ein echtes Erstlingswerk also. 1. Beitrag: Drehbericht „Doppelkopf Royal“ … mehr lesen

 

4. Langwedeler KurzFilmAbend am Samstag, den 7. März 2026

Pre-Vibes für das Filmfest Schleswig-Holstein: Kultur am Brahmsee präsentiert den 4. Langwedeler KurzFilmAbend am Samstag, den 7. März 2026 um 19:00 Uhr … mehr lesen

Marketing-Material 4. KurzFilmAbend Langwedel

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