Aus dem Newsletter des Münchner Filmmagazins „artechock”

Der Fall rings um den den preisgekrönten Dokumentarfilm „Lovemobil“ von Elke Lehrenkrauss, der als Fälschungsskandal im Dokumentarfilm in die Geschichte eingehen wird. Vorher aber hat er eine Debatte losgetreten. „artechock“ nimmt den Fall differenziert in den Blick:

  • All documentaries are lies? „Lovemobil“ ist ein inszenierter Dokumentarfilm, ohne dass dies jemand wusste. Jetzt gibt die Regisseurin Lehrenkrauss ihren Dokumentarfilmpreis zurück. Inszenierung, Fake und „Lüge“ aber haben eine gute Dokumentarfilmtradition – man muss das nur offenlegen – von Dunja Bialas
  • Wider die puritanische Phantasie Verteidigung des Unauthentischen aus möglicherweise falschem Anlass: Wenn man über den Fall „Lovemobil“ sprechen möchte, dann kann man von den Produktionsbedingungen des deutschen Kinos nicht schweigen – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 244. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Im Grenzbereich Diesen Text schreibe ich, weil ich mich ärgere, über die Chuzpe der Filmemacherin Elke Margarete Lehrenkrauss, über die begleitenden Umstände und auch ein bisschen über einen Teil der dadurch ausgelösten Debatte – von Sedat Aslan
  • Lovemobil: Wo im Dunkeln konstruiert wird Elke Lehrenkrauss steckt fest. Sie wollte über Straßenprostitution aufklären und hat nun eine Debatte entfacht: über Wahrheit, Täuschung und die Redaktionen – von Nora Moschuering
  • „Mir wurde gesagt: Das verstehen unsere Zuschauer nicht.“Elke Lehren­krauss über die Wider­stän­dig­keit der Wirk­lich­keit, die mangelnde Betreuung von Redak­tionen, die Geld­knapp­heit und die Offen­le­gung ihres vom Ansatz her künst­le­ri­schen Projekts „Lovemobil“

Weitere Texte zur Debatte um die Causa „Lovemobil“ gibt es auf der Special-Seite von „artechock“ zum Thema.

Den Skandal losgetreten hatte das investigative Info-Magazin „STRG_F“. Die Reportage befindet sich noch in der ARD-Mediathek.

 

Titelfoto: Szene aus dem Film „Lovemobil“ (Foto: Elke Lehrenkrauss / lovemobil-film.com)