In ihren neuesten Förderentscheidungen haben die Gremien der MOIN Filmförderung insgesamt rund 4,5 Millionen Euro an 50 Projekte vergeben. Mit dabei sind „Der Buchspazierer und die Liebe“ mit Christoph Maria Herbst, der Kindermusikfilm „Elbys Weihnachtsabenteuer“ mit Rolf Zuckowski sowie die Romanverfilmung „Mama, bitte lern Deutsch“ nach dem Bestseller von Tahsim Durgun. Alle Filme haben zahlreiche Drehtage in Hamburg.
Der erste Teil von „Der Buchspazierer“ lockte in Deutschland über 700.000 Besucher*innen in die Kinos: Jetzt folgt mit „Der Buchspazierer und die Liebe“ (400.000 Euro, Wüste Film, Hamburg) der zweite Teil. Wieder mit dabei: Christoph Maria Herbst als Carl Kollhoff, Yuna Bennett als Schascha sowie Ngo The Chau auf dem Regiestuhl und hinter der Kamera. Das Drehbuch kommt von Andi Rogenhagen und Romanautor Carsten Henn. Die Komödie um den Buchspazierer Kollhoff, der sich dieses Mal in Gedenken an seine verstorbene Ehefrau auf große Reise nach Italien macht, soll neun Drehtage in Hamburg und einen Drehtag in Schleswig-Holstein haben. Drehstart: September 2026.
Ein echtes Hamburg-Projekt: Rund 30 Drehtage wird Regisseur Ole Hellwig seinen Kinder-Musikfilm „Elbys Weihnachtsabenteuer“ (380.000 Euro, Curlypictures, Hamburg) in der Hansestadt drehen. Als Songschreiber und Darsteller mit dabei: Kindermusiklegende Rolf Zuckowski. Im Film erhält die chaotische Elby den wichtigsten Auftrag ihres Lebens: Sie soll die Wunschzettel der Kinder rechtzeitig zum Weihnachtsmann bringen. Auf einem Floß reist sie die Elbe hinab und stolpert in zahlreiche lustige, lehrreiche und turbulente Abenteuer. Das Drehbuch schrieben die Hamburgerinnen Henriette Ahrens und Maike Rasch.
In dem Drama „A Little Dream of Me“ (377.000 Euro, Flappers Film & VFX, Hamburg) von Hamburger Regisseur Pascal Schröder wird es übersinnlich: Als Irem nach einem Unfall ins Koma fällt, nutzt Johannes seine eigene Erfindung, einen Mikrochip zur Traumkontrolle, um sie in einer gemeinsamen Traumwelt wieder treffen zu können. Das Drehbuch hat Grimme-Preisträgerin Jana Forkel („Angemessen Angry“) aus Hamburg geschrieben. Zum Cast gehören unter anderem Kostja Ullmann, Şafak Şengül, Henriette Confurius und Merlin Sandmeyer. Der Film, der im Rahmen des Nordlichter-Talentprogramms von NDR, nordmedia und der MOIN Filmförderung entsteht, wird zwölf Drehtage in Hamburg und einen Drehtag in Schleswig-Holstein haben. Der Drehstart ist für September 2026 geplant.
Ab dem 21. Juli entsteht in Hamburg die Serie „Istanbul Princess“ (350.000 Euro, Carsten & Kelber Television, Hamburg) vom Regieduo Elsa van Damke und Ozan Mermer. Die Romcom-Serie erzählt die Geschichte von Brautmodenverkäuferin Gizem und Anwalt David. Beide leben und arbeiten in Hamburg und beschließen nach einem One Night Stand einen Pakt: Sie werden heiraten – allerdings nicht aus Liebe, sondern damit Gizem das Brautmodengeschäft ihrer Eltern übernehmen darf. Im Gegenzug bewahrt Gizem ein Geheimnis, das Davids Karriere in Gefahr bringen könnte. Zum Hauptcast gehören unter anderem Almila Bagriacik und Gustav Schmidt. Die Idee stammt von Caro Ellert und Johanna Gagern, die gemeinsam mit Johannes Rothe und Dilan Gülmez auch die Drehbücher verfasst haben.
Als Buch ein Bestseller, und jetzt auch bald auf der großen Leinwand: Regisseur Hüseyin Tabak wird in Hamburg „Mama, bitte lern Deutsch“ (350.000 Euro, Constantin Film, München) von Tahsim Durgun verfilmen. Im Zentrum der Geschichte steht Tahsim selbst im Alter von 10 und 15 Jahren. Er liebt Buttermais und Harry Potter, aber hasst Briefe – vor allem die von der Ausländerbehörde. Weil seine Mutter Xatun weder Deutsch spricht noch lesen kann, wird er schon als Kind zu ihrem Dolmetscher zwischen Wartesälen, Beamtendeutsch und drohender Abschiebung. Das Drehbuch schrieb Jan Berger in Zusammenarbeit mit Tahsim Durgun.
Außerdem unter den geförderten Projekten: Der erste Kinofilm „Aliens over Meck-Pomm“ (250.000 Euro, Kleine Brüder, Hamburg) des „Die Discounter“-Teams Oskar und Emil Belton sowie Bruno Alexander mit u.a. Marc Hosemann, Jannis Niewöhner und Thelma Buabeng, sowie die Animationsfilme Petronella Apfelmus – Der Film (350.000 Euro, Akkord Film, Hamburg) und Acorn’s Adventure (250.000 Euro, Fabian&Fred, Hamburg).
FÖRDERENTSCHEIDUNG HIGH END
Rund 2,2 Millionen Euro gehen an 13 Projekte
„Der Buchspazierer und die Liebe“
Regie: Ngo The Chau; Drehbuch: Andi Rogenhagen, Carsten Henn; Produktionsfirma: Wüste Film, Hamburg; Fördersumme: 400.000 Euro (Produktion)
„Mama, bitte lern Deutsch“
Regie: Hüseyin Tabak, Drehbuch: Jan Berger, Tahsim Durgun; Produktionsfirma: Constantin Film; Fördersumme: 350.000 Euro (Produktion)
„Istanbul Princess“
Regie: Elsa van Damke, Ozan Mermer; Drehbuch: Johanna Gagern, Johannes Rothe, Dilan Gülmez, Caro Ellert; Produktionsfirma: Carsten & Kelber Television, Hamburg; Fördersumme: 350.000 Euro (Produktion)
„Petronella Apfelmus – Der Film“
Regie: Ute von Münchow-Pohl, Felix Schichl; Drehbuch: Seraina Nyikos, Claudio Winter; Produktionsfirma: Akkord Film, Hamburg; Fördersumme: 350.000 Euro (Produktion)
„Acorn’s Adventure“
Regie + Drehbuch: Filip Mašek; Produktionsfirma: Fabian&Fred, Hamburg; Fördersumme: 250.000 Euro (Produktion)
„Aliens over Meck-Pomm“
Regie + Drehbuch: Emil Belton, Oskar Belton, Bruno Alexander; Produktionsfirma: Kleine Brüder, Hamburg; Fördersumme: 250.000 Euro (Produktion)
„Walsänger 2 – Herz der Ozeane“
Regie: Reza Memari; Drehbuch: Reza Memari, Jytte-Merle Böhrnsen; Produktionsfirma: Telescope Animation, Hamburg; Fördersumme: 60.000 Euro (Projektentwicklung)
„Kleine Geschenke“
Regie + Drehbuch: Natja Brunckhorst; Produktionsfirma: zischlermann filmproduktion, Lübeck; Fördersumme: 20.000 Euro (Projektentwicklung)
„Frau Winkler verlässt das Haus“
Regie + Drehbuch: Doris Dörrie; Verleihfirma: Wild Bunch Germany, Berlin; Fördersumme: 60.000 Euro (Verleih)
„Adams Acht“
Regie: Hannu Salonen; Drehbuch: Domenick Pockberger, Stephan Falk, Verleihfirma: Majestic Filmverleih, Berlin; Fördersumme: 45.000 Euro (Verleih)
„Der Heimatlose“
Regie + Drehbuch: Kai Stänicke; Verleihfirma: DCM Pictures, Berlin; Fördersumme: 35.000 Euro (Verleih)
„Call Me Queen“
Regie: Emily Atef; Drehbuch: Emily Atef, Hawa Essuman, Jeannine Dominy, Josune Hahnheiser; Verleihfirma: Filmreederei, Hamburg; Fördersumme: 25.000 Euro (Verleih)
„Identitti”
Regie: Randa Chahoud; Drehbuch: Friederike Jehn, Verleihfirma: Alamode Filmdistribution, München; Fördersumme: 20.000 Euro (Verleih)
Die Förderentscheidung trafen am 02.06.2026: Murat Isgüder, Ole Kampovski, Wenka von Mikulicz, Caroline von Senden, Ipek Zübert und Helge Albers. Das High End-Gremium ist für Filme und Serien mit Herstellungskosten über 2,5 Mio. Euro sowie Kinodokumentarfilme mit Herstellungskosten über 1,5 Mio. Euro zuständig.
FÖRDERENTSCHEIDUNG DIRECTOR’S CUT
Knapp 1,6 Millionen Euro gehen an 21 Projekte.
„Elbys Weihnachtsabenteuer“
Regie: Ole Hellwig; Drehbuch: Henriette Ahrens, Maike Rasch; Produktionsfirma: Curlypictures, Hamburg; Fördersumme: 380.000 Euro (Produktion)
„A Little Dream of Me“
Regie: Pascal Schröder; Drehbuch: Jana Forkel; Produktionsfirma: Flappers Film & VFX, Hamburg; Fördersumme: 377.000 Euro (Produktion)
„Allen gefallen“
Regie: Lukas Nathrath; Drehbuch: Julius Forster; Lukas Nathrath; Produktionsfirma: Klinkerfilm, Hamburg; Fördersumme: 200.000 Euro (Produktion)
„Niekas“
Regie + Drehbuch: Ann Carolin Renninger, René Frölke; Produktionsfirma: joon film, Munkbrarup; Fördersumme: 95.000 Euro (Produktion)
„Almut Heise – Porträt einer Malerin“
Regie + Drehbuch: Nathalie David; Produktionsfirma: Pitchounproduction, Hamburg; Fördersumme: 80.000 Euro (Produktion)
„Letztes Licht über Ehrenfeld“
Regie + Drehbuch: Mira Vollbrecht; Produktionsfirma: Moorlicht Filmproduktion, Hamburg; Fördersumme: 75.000 Euro (Produktion)
„HUM“
Regie + Drehbuch: Don Josephus Raphael Eblahan; Produktionsfirma: Oma Inge Film, Hamburg; Fördersumme: 70.000 Euro (Produktion)
„The Wars We Play“
Regie + Drehbuch: Anton Yaremchuck, João Pedro Prado; Produktionsfirma: Carousel Film, Potsdam, Fördersumme: 50.000 Euro (Produktion)
„Fluchtweg“
Regie: Sandro Togonidze; Drehbuch: Keita Sory Ibrahima, Sandro Togonidze; Produktionsfirma: Curlypictures, Hamburg; Fördersumme: 75.000 Euro (Projektentwicklung)
„Mein Name ist Fremde“
Regie + Drehbuch: Milena Aboyan; Produktionsfirma: Wüste Film, Hamburg; Fördersumme: 50.000 Euro (Projektentwicklung)
„Until the Day ends“
Regie: Jelena Maksimović; Drehbuch: Ivan Salatić, Jelena Maksimović, Olga Dimitrijević; Produktionsfirma: Kelek Film, Hamburg; Fördersumme: 37.000 Euro (Fertigstellung)
„Sternbrücke Forever“
Regie + Drehbuch: Christian Hortung; Verleihfirma: jip film & verleih, Frankfurt am Main, Fördersumme: 30.000 Euro (Verleih)
„Superbuhei“
Regie + Drehbuch: Josef Brandl; Verleihfirma: barnsteiner-film, Ascheffel; Fördersumme: 20.000 Euro (Verleih)
„Roya“
Regie + Drehbuch: Mahnaz Mohammadi; Verleihfirma: Little Dream Pictures, Hamburg; Fördersumme: 15.000 Euro (Verleih)
Zeise Open Air 2026
Kino: Zeise Kinos; Fördersumme: 10.000 Euro
SchanzenKino Openair 2026
Kino: SchanzenKino73 / Outdoor Cine; Fördersumme: 8.000 Euro
FilmRaum Open Air 2026
Kino: FilmRaum; Fördersumme: 7.500 Euro
Programmreihe zu Film-Editorinnen
Kino: Kinemathek Hamburg e.V. Kommunales Kino Metropolis; Fördersumme: 6.000 Euro
Postkartenaktion 2026/2027
Kino: Lichtmeß e.V. Verein zur Förderung der Video- und Filmkunst; Fördersumme: 4.500 Euro
Werkschau Gisela Tuchtenhagen
Kino: B-Movie Kino Kulturinitiative auf St.Pauli e.V.; Fördersumme: 4.300 Euro
cine cubano 2026
Kino: 3001 Kino; Fördersumme: 2.800 Euro
Die Förderentscheidung trafen am 17.06.2026: Vanessa Ciszewski, Britta Knöller, Sabine Steyer-Violet, Gabor Greiner, Timo Großpietsch und Helge Albers.
Das Gremium Director’s Cut ist für Filme mit Herstellungskosten unter 2,5 Mio. Euro sowie Kinodokumentarfilme mit Herstellungskosten unter 1,5 Mio. Euro zuständig.
FÖRDERENTSCHEIDUNG KURZFILM
97.000 Euro gehen an vier Projekte.
„Elias“
Regie + Drehbuch: Johanna Jannsen-Lafrenz; Produktion: Johanna Jannsen-Lafrenz, Flensburg; Fördersumme: 32.000 Euro
„Bären ohne Visa“
Regie: Claudia Tuyet Scheffel, Drehbuch: Claudia Tuyet Scheffel, Nghirm Quynh Trang; Produktionsfirma: a group therapy film, Hamburg; Fördersumme: 25.000 Euro
„Yuru-Kyara“
Regie + Drehbuch: Sarah Drath; Produktion: Sarah Drath, Hamburg; Fördersumme: 20.000 Euro
„Wurzeln in der Stadt“
Regie + Drehbuch: Jörn Staeger; Produktion: Jörn Staeger Filmproduktion, Hamburg; Fördersumme: 20.000 Euro
Die Förderentscheidungen im Kurzfilm-Gremium trafen am 22.06.2026: Hilke Rönnfeldt, Jannis Alexander Kiefer, Steffen Goldkamp und Nicola Jones.
FÖRDERENTSCHEIDUNG INNOVATIV
34.000 Euro gehen an zwei Projekte.
„DeMare“
Regie + Drehbuch: Emilia Sanchez Chiquetti Produktionsfirma: Actrio Studio, Leipzig; Fördersumme: 25.000 Euro
„I Dreamt of Fire“
Regie + Drehbuch: Marie Delprat, Thomas Lane; Produktion: Thomas Lane, Hamburg, Fördersumme: 9.000 Euro
Die Förderentscheidungen im Innovativ-Gremium trafen am 23.06.2026: Lars Rummel, Rocco Helmchen, Konstantina Orlandatou und Nicola Jones.
FÖRDERENTSCHEIDUNG NEST
In den neuesten NEST-Förderentscheidungen gingen 584.524 Euro an 10 Projekte. Die Entscheidung wird seit vergangenem Jahr von der NEST Community getroffen.
„Before I Cry“ (Spielfilm) von Letícia Milano
„DJINI“ (Innovativ) von Thomas Lane
„Moving“ (Spielfilm) von Kai Ro Liao
„Neue Heimat“ (Spielfilm) von Martin Behnke und Gregor Eisenbeiß
„Story of A.“ (Dokumentarfilm) von Carolin Genreith
„Tätertherapie“ (Spielfilm) von Hille Norden
„The Blind Man’s Odyssey“ (Spielfilm) von Rosanne Pel
„Vernissage“ (Spielfilm) von Tamara Denić
„Wake me up (when it’s all over)“ (Serie) von Miriam Suad Bühler und Jasmin Luu
„Winter“ (Spielfilm) von Maj-Britt Klenke
(nach einer Pressemeldung der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein)