Der Kurzfilm „Ultraviolet Damage“ von der Kieler Filmemacherin Pola Rader wurde am 19. Mai 2026 im Rahmen der Industry Keynote „Would You Buy This?“ beim SFC | Rendez-vous Industry des Marché du Film in Cannes präsentiert.
Das kuratierte Format, konzipiert und moderiert von der Kuratorin und Kurzfilmexpertin Jing Haase (u. a. Nordisk Panorama, Swedish Film Institute) und in Zusammenarbeit mit German Films, realisiert, simuliert eine erste Sichtungssituation innerhalb der internationalen Kurzfilm-Branche: Internationale Festivalprogrammierer, Sales- und Distributionsvertreter diskutieren dabei live ausgewählte Kurzfilme und geben unmittelbares Feedback aus der Perspektive der Film-Industrie.
Die Expertenrunde 2026 bestand aus Inga Diev (Ouat Media), Aki Isoyama (Short Shorts Film Festival & Asia), Lihua Liu (Parallax Films) und Takayuki Toyama (Samansa). Die Veranstaltung fand auf der Palais Stage des Marché du Film in Cannes statt.
Die Weltpremiere von „Ultraviolet Damage“ findet am 8. und 11. Juni 2026 beim Sydney Film Festival im kuratierten Programm „Freak Me Out“ statt. Die von Filmkritiker und Kurator Richard Kuipers betreute Sektion zeigt internationale Arthouse- und Genre-Arbeiten mit außergewöhnlicher Bildsprache und formaler Eigenständigkeit.
„Ultraviolet Damage“ ist ein 5-minütiger Kurzfilm der Kieler Produktionsfirma NAVERNA, gegründet von der Regisseurin und Produzentin Pola Rader. In ihren filmischen Arbeiten verbindet Pola Rader experimentelles Kino mit gesellschaftlichen Fragestellungen und hybriden Erzählformen zwischen Arthouse, Genre und immersiven Medien. Der Film wurde von der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein gefördert und vom Landesverband Jugend & Film unterstützt. Gedreht wurde im Mai 2025 in Kiel. Kamera: Hannes Gorrissen, Sound Design: Sebastian Struck, Musik: Jens Heuler.
Synopsis
In einem abgedunkelten Wohnzimmer versammelt sich eine Familie vor einem flackernden Fernseher, als das Bild plötzlich einfriert und der jüngste Sohn geschickt wird, das Gerät zu reparieren. Was zunächst wie ein kurzer Weg durch den Raum erscheint, entfaltet sich zunehmend zu einem Ort, der sich seiner Kontrolle entzieht und ihn in ein Informationsvakuum hineinzieht, in dem eine leise Sehnsucht nach Nähe bestehen bleibt.
Director’s Statement
„Ultraviolet Damage“ ist ein Short Dark Drama, das innerhalb eines familiären Alltagsraums spielt. Ausgangspunkt des Films war eine persönliche Auseinandersetzung mit emotionaler Distanz innerhalb der eigenen Familie und der Frage, wie sich ein gemeinsames Wirklichkeitsverständnis unter unterschiedlichen Informationswelten allmählich verschieben kann.
Der Film nähert sich diesem Zustand aus der Perspektive eines Kindes – in jenem Moment, in dem vertraute Wahrnehmungen erstmals zu bröckeln beginnen und etwas bislang Selbstverständliches langsam fremd wirkt.
Credits
- Regie, Drehbuch, Schnitt: Pola Rader
- Kamera: Hannes Gorrissen
- Produktionsleitung am Set: Victoria Czech
- Ton am Set: Oliver Boczek
- Lichtgestaltung: Liliane Reufels
- Make-up: Emma Lotta Pries
- Sound Design: Sebastian Struck
- Musik: Jens Heuler
- Mit: Nikolai Surshik, Maria Ruppel
(nach einer Produktionsnotiz von Pola Rader)
