In loser Folge veröffentlicht infomedia.sh Drehberichte von Studierenden des Studienganges Multimedia Production der HAW Kiel. Die Filme sind im Rahmen des Moduls „Audio- und Videoproduktion 2“ entstanden (Dozenten: Tobias Hochscherf, Gunnar Eisenberg, Christian Mertens und Eike Endrikat). Es handelt sich meist um die ersten, fiktionalen Filme, die die Studierenden jemals gedreht haben. Echte Erstlingswerke also. Der 3. Beitrag: „Feierabend”.
Von Hannah Carstensen, Minh Anh Le, Kristina Kröger, Lissa Jobs, Tobias Thies und Emilia Zimmermann
Der erste Drehtag verschob sich aus gesundheitlichen Gründen einer Hauptdarstellerin um einen Tag. Am 18. Januar 2026 traf sich das gesamte Team um 15 Uhr, anderthalb Stunden vor Drehbeginn, am Drehort, der Bar „Kleiner Kobel“, um die Räumlichkeiten für die bevorstehenden Dreharbeiten einzurichten bzw. anzupassen sowie die Technik aufzubauen. Auch das selbstorganisierte Buffet stellten wir in dieser Zeit auf.
Vor dem Dreh jeder Einstellung richteten wir zunächst alles technisch ein und probten die jeweilige Einstellung mit einem Double. Die jeweils besten Takes wurden notiert, was dem produktiven Prozess in der Postproduktion diente. So führten wir es an diesem und den zwei weiteren Drehtagen durch. Da sowohl die Darstellerin für die Rolle Becky als auch die Statist*innen, die jeweils erst ab Bild 11 eingeplant waren, in der Drehzeit von Bild 4) am Drehort ankommen sollten, standen wir vor der Herausforderung, diese Personen vor der Bar, jedoch außerhalb des Bildes, zu versammeln und zwischen den Takes in die Bar hereinzulassen. Dies übernahm die MMP-Erstsemesterstudierende Aust. Nach einer kurzen Begrüßung der Statist*innen und Hinweisen zu den Dreharbeiten drehten wir die Schlüsselszene in der Toilette der Bar. Dabei arbeiteten wir aufgrund der gefliesten Wände nicht nur unter tontechnisch schweren Bedingungen, sondern auch mit wenig Platz. Erfreulicherweise konnten wir 15 Minuten früher als geplant die Essenspause starten. Bild 6, 10 und 11 konnten wir ohne weitere Probleme im vorderen Teil der Bar aufnehmen. Nach dem Abbau und Aufräumen endete der Drehtag um ca. 22:15 Uhr.
Einen Tag vor unserem zweiten Drehtag erfuhren wir, dass sich die Darstellerin für die Rolle Monika trotz unseres deutlichen Hinweises, dass die beiden Hauptdarstellerinnen bei den zwei ausstehenden Drehtagen äußerlich möglichst gleich aussehen müssen, da es sich um den gleichen Spieltag handelt, die Haare schneiden lassen hat. Wir waren also gezwungen, diese irreversible Veränderung anzunehmen, die geplanten Einstellungen noch einmal hinsichtlich der Perspektive auf den Kopf der Schauspielerin zu überprüfen sowie vor Drehbeginn ihre Frisur möglichst voluminös zu stylen.
Am 25. Januar 2026 traf sich das gesamte Team um 15 Uhr, anderthalb Stunden vor Drehbeginn, im „Kleinen Kobel“ zum Aufbau. Wir begannen wieder mit Bild 4, jedoch nahmen wir dieses Mal den Ext.-Teil auf. Die Herausforderung war hierbei, die möglichst gleichen Lichtverhältnisse wie am ersten Drehtag zu erreichen. Danach folgte Bild 12, die Aussprache vor der Bar. Wir entschieden uns aus Sicherheitsgründen, den Boden – anders als geplant – nicht nass zu machen, was der Lichtreflektion bei entsprechend dunklen Lichtverhältnissen hätte dienen können. Grund dafür waren die Außentemperaturen um den Gefrierpunkt.
Das Vorbeifahren von Autos und das Läuten von Kirchenglocken erschwerte uns die Arbeit beim Dreh dieser Szene. Nach dem warmen Abendessen, das uns freundlicherweise von „Bäristo“ gesponsert wurde, fuhren wir mit der Aufnahme von Bild 9, 7 und 5 fort. Der zweite Drehtag endete nach dem Abbau und Aufräumen um ca. 22 Uhr.
Für unseren dritten und letzten Drehtag trafen wir uns um 8 Uhr, zwei Stunden vor Drehbeginn, an unserem Drehort in Eutin. Da zu diesem Zeitpunkt nur die Verantwortlichen für Location und Ausstattung den Drehort vor Ort besichtigt hatten, war eine halbe Stunde zusätzlich geplant für eine Probe. Da die Wohnung bereits eingerichtet und bewohnt war, lag unser Fokus darauf, private Bilder der Eigentümerin zu entfernen oder zu ersetzen sowie Requisiten hinzuzufügen. Wir starteten mit den Aufnahmen für Bild 1 und konnten gegen 12:15 Uhr gemeinsam die bestellten Pizzen genießen. Danach fuhren wir mit Bild 2 fort. Da wir für Bild 3 nicht, wie erwartet, auf Tageslicht angewiesen waren, tauschten wir dieses Bild mit Bild 13 im Dispositionsplan. So konnten wir noch im selben Kostüm der Monika Bild 3 aufnehmen und mit Bild 13 die Dreharbeiten beenden. Um ca. 16:30 Uhr verließen wir schließlich den Drehort. Demnach konnten die gesamten Dreharbeiten innerhalb von drei Tagen erfolgreich abgeschlossen werden. Die Aufnahmen gingen anschließend in die Postproduktion.
(nach einem Drehbericht des Film-Teams, redaktionell leicht bearbeitet)


