Unter dem Titel „To write is to act, to act is to be – Stoffentwicklung als multisensuales Ganzkörperereignis“ veröffentlichte der Kieler Autor Arno Aschauer im Frühjahr 2024 einen zweiteiligen Aufsatz im Fachmagazin „Wendepunkt“ des Verbands für Film- und Fernsehdramaturgie (VeDRA) (wir dokumentierten). Im neuesten „Wendepunkt“ folgt jetzt der 3. Teil.

„Ich erzähle gern Geschichten – sie aufzuschreiben erscheint mir seltsam, so als würde man ihnen einen Teil ihrer Lebendigkeit nehmen, indem man sie fest-schreibt. Insofern gefällt mir das gesprochene, flüchtige Wort am besten. Es erzeugt eine Stimmung im Gemüt, aus der beim Hörer etwas eigenes Entstehen kann – falls er sich angesprochen fühlt. Wenn nicht, dann verflüchtigt sich das Wort schnell, entweicht anderswohin und bleibt dort hängen, wo es ankommt …“

Was wie eine perfekte Anleitung für einen erfolgreichen Pitch klingt, kommt aus einer anderen, wenn auch nicht komplett unverwandten Ecke. Die Psychotherapeutin Hanne Seemann leitet so ihr Vorwort in dem Buch FREUNDSCHAFT MIT DEM EIGENEN KÖRPER SCHLIESSEN. ÜBER DEN UMGANG MIT PSYCHOSOMATISCHEN SCHMERZEN (Klett-Cotta 2007) ein – ein Werk, welches ich allen Beteiligten im kreativen Filmschaffen empfehlen kann.

In der scheinbaren Einfachheit dieser Zeilen öffnet sich eine Tür auf deren Schild der inzwischen landläufig, wenn nicht schon inflationär verwendete Begriff Storytelling steht. Aber welche Welt tut sich hinter dieser Tür auf? Und wird sie in ihrer Ganzheit vielleicht oftmals gar nicht wahrgenommen?

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(nach einer Mitteilung von Arno Aschauer)

 

Titelfoto: „Der Star des Films ist immer die Geschichte“ – Marylin Monroe bei einem Auftritt vor US-Soldaten. (Foto: Pixabay)
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