Zum fünften Mal lud das Kurzfilmfestival „Lokale Held*innen“ ein, die Highlights des Kurzfilmisch-Schaffens von Filmemacher:innen aus Schleswig-Holstein auf dem lala-Festival in Ovendorf für sich zu entdecken. In einer Zusammenarbeit zwischen lala e.V. und Filmkultur Schleswig-Holstein e.V. bietet das Festival-Team seit 2018 den Filmschaffenden und Filminteressierten eine neue inspirierende Plattform zum Austausch an. Auch dieses Jahr präsentierte das Team hinter „Lokale Held*innen“ ein besonderes Filmerlebnis inmitten des bunten Mixes aus Musik und Kunst.

Festival-Team von Lokale Held*innen (v.l.) Thomas Rader, Pola Rader, Felix Arnold, Daniel Krönke

Aus den zahlreichen Einreichungen wurden acht Filme unterschiedlicher Formate und Genres ausgewählt, darunter Animationen, Musikvideos, Experimentalfilme und Kurzspielfilme. Außer Konkurrenz wurde das Musikvideo von Peter Ahlers zum Song „Alpaca Redemption – Do you speak of the same nights?“ von Line Sluyter-Gäthje gezeigt.

Auf dem Gut Ovendorf, das sich seit der Gründung von lala e.V. als Spielort für Independent-Festivals etabliert hat, wird die landwirtschaftliche Architektur für die verschiedensten Programmsparten benutzt. So fand „Lokale Held*innen“ dieses Jahr seinen Platz in der großen Traktorhalle inmitten von landwirtschaftlichen Maschinen und einem echten Zirkuswagen. Eine tolle Kulisse für das von Festivalmanagerin Pola Rader und Felix Arnold moderierte Programm, das zu fast jedem Film auch die Filmemacher*innen interviewen konnte. Die randvoll mit Publikum gefüllte Halle stimmte dann auch für den Publikumspreis ab, während die Fachjury mit Julia Hasenpusch, Tanja Hagemeister und Sven Bohde über den Jury-Preis entschied.

Die Jury zeichnete „No Maps“ von Franziska Schmidt mit dem Preis für den besten Kurzfilm aus. Der Kurz-Spielfilm handelt von zwei Freundinnen, die sich als Influencerinnen auf der immerwährenden Suche nach Content einer abenteuerlichen „No maps Challenge“ stellen und von Kiel an die Nordsee ohne fremde Hilfe und ohne Navi fahren wollen. Der Film überzeugte die Jury durch Schauspiel und authentische Dialoge.

Still aus „No Maps“

Die Festivalgäste wählten „Video Welle“ von York Beese zum Publikumspreisträger. Der liebevolle Kurz-Dokumentarfilm zeigt den letzten Tag einer Videothek in Schleswig-Holstein: Das Kamera-Team spürt der Geschichte des kleinen Geschäfts in Plön nach und findet lustige, traurige und absolut kuriose Geschichten, die sich so nur in Videotheken abspielen können. „Während Streaming-Dienste die Videotheken bald ganz verdrängen, hält dieser Film die Erinnerung an den Ort wach, der uns den Kinozauber einst auf die Fernsehschirme brachte“, so der Filmemacher York Beese.

Still aus „Video-Welle”

Links:

(nach einer Pressemitteilung von Filmkultur SH e.V.)

 

Titelbild: Die Traktorhalle auf Gut Ovendorf wurde zum Kino für die Lokalen Held*innen (Foto: Daniel Krönke)