In loser Folge veröffentlicht infomedia.sh Drehberichte von Studierenden des Studienganges Multimedia Production der HAW Kiel. Die Filme sind im Rahmen des Moduls „Audio- und Videoproduktion 2“ entstanden (Dozenten: Tobias Hochscherf, Gunnar Eisenberg, Christian Mertens und Eike Endrikat). Es handelt sich meist um die ersten, fiktionalen Filme, die die Studierenden jemals gedreht haben. Echte Erstlingswerke also. Der 5. Beitrag: „Katharsis”.

Als Studierende des Studiengangs Multimedia Production an der HAW-Kiel, mussten wir im Rahmen des Moduls „Audio- und Videoproduktion 2“ einen Kurzfilm realisieren, der später als Prüfungsleistung gewertet wurde. Ziel des Projekts war es in Gruppen die theoretischen Inhalte der Vorlesungen und Übungen praktisch umzusetzen und Erfahrungen mit der Technik zu sammeln, welche für den Dreh benötigt wird.

Unser Dreh fand drei aufeinanderfolgende Tage statt. Von Dienstag, dem 27.01.2026 bis Donnerstag, dem 29.01.2026, während am Montag zuvor eine Probe durchgeführt wurde.

Die Vorbereitungsphase begann schon während des Semesters, in dem wir uns als Gruppe in Pausen oder an Nachmittagen trafen. Wir besprachen die Storyline, das Drehbuch, realistische Umsetzungen, wie wir Schauspieler:innen anwerben konnten oder die Aufgabenverteilung am Set. Die Probe am Montag vor dem Dreh bot und eine Möglichkeit die letzten Anpassungen zu treffen, Unsicherheiten zu klären und technische Abläufe zu testen.

Erster Drehtag, 27.01.2026

Der Tag begann um 7:30 an unserem Treffpunkt, damit wir gemeinsam zur Location fahren konnten. Der erste Drehtag fand am Dienstag statt und umfasste zahlreiche kurze Szenen, die für die Montagesequenz unseres Films nötig war. Es wurde viel draußen gefilmt, was sich als anspruchsvoll herausstellte. Nicht nur wegen der Kälte, sondern auch wegen der Technik und dem Strom. Es war schwierig, Licht zu platzieren und Kabel zu verlegen, doch schlussendlich lief alles glatt und das Team war mit den Aufnahmen zufrieden. Der Zeitplan wurde gut eingehalten und auch wenn es vereinzelt zu Problemen und kleinen Feinjustierungen kam, konnten wir den Dreh wie geplant nach zehn Stunden beenden.

Am ersten Tag wurde deutlich, dass eine gute Absprache zwischen den einzelnen Departments, als Ton, Regie, Kamera etc. essenziell für einen guten Ablauf am Set war.   

Zweiter Drehtag, 28.01.2026

Am zweiten Drehtag arbeiteten wir ganze zwölf Stunden und starteten auch hier um 7:30, um gemeinsam nach Bordesholm zu fahren. Zum Glück waren wir vom Vortag etwas eingespielt, doch dieser Tag war insgesamt unser längster Drehtag. Das sollte auch daran liegen, dass wir an diesem Tag unsere wichtigsten Szenen für den Film drehten. Es waren lange Monologe und wichtige Sequenzen, die den Wendepunkt des Dramas bildeten. Hier wollten wir uns besonders viel Zeit nehmen und eine möglichst perfekte Kombination aus Emotionen, Licht, Kameraeinstellung und Ton finden.

Auch einige „Special Effects“ waren notwendig für bestimmte Szenen und so mussten einige von unserem Team mit Flammbierbrenner und Brennspiritus auf der Terrasse sitzen.

Zum Glück hatten wir auch Helferinnen aus dem ersten Semester vor Ort, die uns zum Beispiel beim Umbau des Sets oder kleinen organisatorischen Aufgaben halfen. Diese Hilfe erwies sich als sehr wertvoll und entlastete unsere Gruppe spürbar.

Dritter Drehtag, 29.01.2026

Der dritte und letzte Drehtag fand am Donnerstag statt und dauerte ca. sechs Stunden. An diesem Tag wurden fehlende Szenen gedreht, die nicht in der Haupt-Location spielten. Wir drehten in einer Praxis in Kiel und auch draußen auf der Straße, wofür wir eine Drehgenehmigung im Voraus benötigten. Auch hier machte uns, wie bereits am Dienstag, die Kälte zu schaffen, doch dank guter Verpflegung blieb unser Team konzentriert bei der Arbeit und wird erzielten gute Ergebnisse.

Zum Ende hin war eine gewisse Erschöpfung im Team spürbar, doch die Motivation, das Projekt erfolgreich abzuschließen trieb uns an fokussiert zu bleiben. Der Dreh konnte am letzten Tag sogar etwas früher als geplant beendet werden und beendeten diese vier anstrengenden Tage mit einem gemeinsamen Ausklang des Projekts.

Rückblickend war der Dreh unseres Kurzfilms eine sehr lehrreiche Erfahrung, die in dieser Form nur selten gemacht werden kann. Wir haben viel über uns selbst und unser Team gelernt. Eigene Stärken und Schwächen wurden deutlich und es wurde klar, wie wichtig klare Kommunikation und eine strukturierte Aufgabenverteilung sind.

Trotz langer und intensiver Arbeitszeit war der Dreh sehr erfolgreich und eine wertvolle praktische Ergänzung des Studiums.

(nach einem Drehbericht des Film-Teams)

 

Fotos: Dreharbeiten zu „Katharsis“ (© Theresa Braun)
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