Mit der Verfilmung des autobiografischen Bestsellers von Daniela Dröscher „Lügen über meine Mutter“ wird die 41. Ausgabe der Husumer Filmtage am 1. Oktober um 19.30 Uhr im Kino-Center Husum eröffnet. Das Drama über eine Familie, in der der Vater das Körpergewicht seiner Ehefrau zum beherrschenden Thema macht, wird als Vorpremiere vor dem Kinostart am 8.10. präsentiert. Drehbuchautorin und Hauptdarstellerin ist Rosalie Thomass, Regisseur ist Aron Lehmann.
Zwischen dem 1. und 7. Oktober 2026 sind bei den Husumer Filmtagen über 30 meist aktuelle Kinofilme zu sehen, bei denen der Schwerpunkt wie immer auf Produktionen aus Schleswig-Holstein liegt. Dazu zählen mehrere große Kritikererfolge: die teils auf Sylt gedrehte Berlinale-Entdeckung „Der Heimatlose“ von Regisseur Kai Stänicke, die kürzlich Kinostart hatte, sowie „Smalltown Girl“ der aus Kiel stammenden Autorenfilmerin Hille Norden, die darin auch die langfristigen Folgen von sexuellem Missbrauch thematisiert.
Dasselbe Thema behandelt auch das hochgelobte, eindringliche Drama „Tod meiner Jugend“, das auf einem realen Fall beruht. Der aus dem holsteinischen Itzehoe stammende Timo Jacobs stemmte den Kinofilm ohne öffentliche Förderung in Personalunion als Koproduzent, Koautor, Regisseur und Hauptdarsteller und wird zur Aufführung am 3. Oktober im Kino-Center Husum erwartet. Jacobs wird auch den aktuellen Hamburger Krimi „Billie“ von Regisseurin Sheri Hagen in Husum präsentieren, in dem er eine markante Rolle spielt (Kinostart: 17.9.).
Aus Anlass der schleswig-holsteinischen Nacht der Demokratie präsentieren Björn „Beton“ Warns – Frontmann der Band „Fettes Brot“ – und Benjamin Rost ihre Filme „Paul Jannowski“ und „Born to Fake“ über Fälle von Hochstapelei und Fake News.
Ehrengast 2026 ist Dennis Rettkowski, weltweit anerkannter Spezialist für visuelle digitale Effekte, dem am Wochenende im Kino-Center Husum eine Werkschau mit wahrlich effektvollen Kinder-, Jugend- und Kurzfilmen gewidmet ist. Rettkowski wird bei allen Vorführungen, darunter die Bestsellerverfilmung „Sonne und Beton“ und „Die Schule der magischen Tiere 4“, zu Filmgesprächen in seiner Heimatstadt erwartet.
In der Reihe mit neuen deutschen Filmen wird unter anderem der Berlinale-Beitrag „Rose“ von Markus Schleinzer gezeigt, der vor vor Kurzem beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen zum besten Beitrag gekürt wurde. Sandra Hüller erhielt für ihre Rolle als Frau, die sich im Dreißigjährigen Krieg als Soldat ausgibt, im Februar den Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung.
Das um den schleswig-holsteinischen Dokumentarfilmregisseur und Kameramann Sven Jaax ergänzte Kuratorenteam der Husumer Filmtage hat für 2026 die Sonderreihe „Küsten-Streifen“ zusammengestellt: Kinofilme, deren meist dramatische Geschichten an Meeresufern spielen, z.B. Spielbergs Actionklassiker „Der weiße Hai“ (1975), der Spionagethriller „Die Nadel“ (1981), die Gesellschaftssatire „Triangle of Sadness“ (2022) und die aktuelle Surfer-Doku „On the Wave“.
Als Gäste werden u.a. Regisseur und Schauspieler Timo Jacobs, der Dokumentarfilmer Benjamin Rost und als Ehrengast der Spezialist für digitale Tricktechnik Dennis Rettkowski erwartet.
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(nach einer Pressemitteilung der Husumer Filmtage)