42. Kurzfilm Festival Hamburg: 2. bis 7. Juni
Noch knapp drei Wochen – und dann wird zugehört. „Listening“ lautet das Motto des 42. Kurzfilm Festivals Hamburg, das am 2. Juni im Festivalzentrum Post eröffnet wird. Zuhören und Zusehen kann man auch bereits unserem diesjährigen Trailer Opera der belgischen Künstlerin und Filmemacherin Eva Giolo. Giolo steht für ein Kino der Beobachtung und der Taktilität. Für das Kurzfilm Festival Hamburg hat sie zudem ein Programm mit fünf kurzen 16mm-Arbeiten aus den Jahren 2019 bis 2024 zusammengestellt, das sie selbst präsentieren wird. Der Trailer findet sich auf unserer Website, einfach ein Stückchen runterscrollen, an den angenommenen Filmen der Wettbewerbe vorbei, da ist er dann. Genau, alle angenommenen Filme in den Wettbewerben finden sich ebenfalls schon auf unserer Website. Und das gesamte Programm wird am 12. Mai online veröffentlicht, ab dann sind auch Tickets erhältlich.
Die Programmstruktur des Festivals ist unverändert, auch die Orte, an denen es stattfinden wird. Insofern ist es für euch erfahrene Festivalbesucher*innen ein Klacks, sich im gewohnt überbordenden Angebot zurechtzufinden. Zwei Wettbewerbe zeigen die aufregendsten aktuellen Kurzfilme aus Deutschland und der ganzen Welt (Deutscher Wettbewerb und Internationaler Wettbewerb). Der Dreifache Axel ist ein Themenwettbewerb, für den wir in diesem Jahr Filme bis maximal drei Minuten Lauflänge zum Thema „Drei“ suchten. Das ist einiges zusammengekommen, lasst euch überraschen.
In den kuratierten Programmen – Labor der Gegenwart – widmet sich ein Schwerpunkt dem Feminismus. In vier Programmen zeigen Kurator*innen aus England, Deutschland, Tansania und Argentinien Arbeiten, die Geschichte, Gegenwart und Zukunft feministischer Kämpfe erkunden. In „On Waiting“ umkreisen zwei weitere Programme den Zustand des Wartens: das Warten auf ein Ende hin und das Warten von der Zukunft her … Für die „Hamburger Positionen“ hat Kurator Florian Wüst im NDR-Archiv gestöbert und zwei Programme mit dokumentarischen wie fiktionalen Kurzfilmen gestaltet, die vielfältige Anschlüsse an den Schwerpunkt Feminismus versprechen.
Schon seit Jahren beeindruckt der „Open Space“ in der Post mit seinen Installationen und Projektionen in riesiger Halle. Und auch in diesem Jahr wird es außergewöhnlich. Zum ersten Mal öffentlich präsentiert das Festival die Installation EACHOTHER 互 (Work in Progress) des irischen Künstlers David OReilly. EACHOTHER 互 ist eine interaktive Installation, in der eine Million digitaler Wesen leben. Die Installation ist ein lebendiges System. Jedes Wesen folgt seinen eigenen Verhaltensregeln: Andere suchen, Bindungen eingehen, sich fortpflanzen, kämpfen und sterben. Aus einer Million individueller Entscheidungen entstehen Muster, die niemals entworfen werden könnten. Und EACHOTHER 互 reagiert auf Menschen. Menschen, die im Ausstellungsraum miteinander in Verbindung treten, lösen eine Verbindung in der Installation aus — und umgekehrt löst Isolation im Raum Vereinzelung in der Installation aus. David OReilly ist Künstler und Spieledesigner. Seine Arbeiten wurden weltweit auf Filmfestivals, Ausstellungen und Videospielmessen gezeigt. Er lebt in den USA. Mehr hier.
Das ist beileibe noch nicht alles, mehr Hinweise zum Programm gibt es hier im nächsten Monat. Oder man schaut ab Mitte Mai auf unserer Website nach; auch das gedruckte Programm wird dann in den Displays und Flyer-Sammelstätten eures Vertrauens ausliegen. Und wer ihn noch nicht hat, dem sei geraten, den Festival-Newsletter zu abonnieren. Dann bekommt man perfekt aufbereitete Informationen zum Festival direkt in euer Postfach. Oder kurzfilm_hamburg auf Instagram folgen.
Nach einer Mitteilung des Kurzfilm Festival Hamburg.
