Stimulanz für das neue Medium

Kulturnetz-Preise 2001 wurden vergeben

Die Preisträger des Kulturnetz-Preises hat Kultusministerin Ute Erdsiek-Rave am 17.12.2001 in Kiel bekannt gegeben. Mit dem mit 4000 Mark dotierten Hauptpreis zeichnete die Jury das Hypertext-Projekt “MERz.Monstrum 2.0” des gebürtigen Kielers Jörg Meyer aus. “Bei diesem Netzkunstwerk handelt es sich um ein aufregendes Spiel mit den Möglichkeiten des Internets. Die klassische literarische Form wird hier durch den Betrachter aufgelöst zugunsten eines neuen Textkörpers im Internet”, stellte die Ministerin fest.

Die Jury vergab weitere Preise an Hauke Harder (3000 Mark), Johannes Michler und Thomas Schulz (je 1000 Mark). Ulrich Eller erhielt den Publikumspreis (1000 Mark).

Mit Ausnahme der multimedialen CD-ROM “The Gate – [Künstliche Intelligenz?]” von Thomas Schulz, in der die täglichen Fehlleistungen und Störungen digitaler Maschinen thematisiert werden, waren die am “K”-Netzpreis-Wettbewerb beteiligten Arbeiten ausschließlich für das Web konzipiert. Das Spektrum reichte bis zur künstlerischen Reflektion des Mediums Internet in den “Netzarbeiten” von Hauke Harder. Als gelungen wertete die Jury die Umsetzung von “Takt – Fläche – Raum” des klassischen Bildhauers Johannes Michler in die Virtualität wie auch das Nachspüren des Zusammenspiels von Farbe und Klang im World Wide Web in der Arbeit “Zwölf Farben” des Klangkünstlers Ulrich Eller.

Ute Erdsiek-Rave: “Der Kulturnetzpreis stimuliert den Umstieg der klassischen Medien der Kultur auf das elektronische Netz. Innovative Kulturelle Multimedia-Anwendungen, die die Möglichkeiten der elektronischen Abbildung und der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Internet kreativ gestalten, sind hiermit prämiiert worden.”

Internetuser können unter http://openspace.kulturnetz-sh.de alle Arbeiten einsehen. In der Jury wirkten die Professoren Theresa Georgen, David Bartusch und Bernhard Schwichtenberg, alle Muthesius-Hochschule, mit. Als Vertreter des Ministeriums gehörten Dr. Andreas von Randow und Gert Haack der Jury an sowie der Leiter des Landesmedienzentrums Kurt Geisler.

(Jens Oldenburg, kulturnetz-sh.de)