Cinarchea 2002

Vom 24. bis 27. April 2002 findet unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein, Heide Simonis, das 5. Internationale Achäologie-Film-Kunst-Festival statt, weiterhin das einzige seiner Art in Deutschland. Veranstalter sind die Arbeitsgruppe Film der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Förderverein CINARCHEA e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Landeshauptstadt Kiel.

Als Biennale zeigt CINARCHEA im Wettbewerbsprogramm Filme der letzten 4 Jahre sowie eine Retrospektive früherer Preisträger und Beispiele aus der Frühzeit des Films. Eine internationale Jury vergibt 6 Preise, die z.T. dotiert sind: den Großen Preis, den Spezialpreis der Jury, die Auszeichnungen für den besten Film in den Kategorien “Grabung und Methoden”, “Angewandte Archäologie”, “Unterwasserarchäologie” sowie einen Kurzfilmpreis; aus den Abstimmungen der Besucher wird ein Publikumspreis ermittelt.

In die 10 Programmblöcke sind diesmal die Referate des Symposiums integriert, das unter dem Motto “Funde, Filme falsche Freunde – Der Archäologiefilm zwischen Profit und Propaganda” steht. Daneben gibt es eine Begleitausstellung mit einer Installation von Susan Chales de Beaulieu, “Fenster mit Meeresblick”, und einen Nachbau des steinzeitlichen Hjortspring-Boots aus Dänemark.

Die Vorführungen im Kulturforum der Stadtgalerie sind für alle Interessierten zugänglich. CINARCHEA will die Fülle der Möglichkeiten zeigen, die ein Fach bereithält, und die Notwendigkeit, mit anderen Disziplinen zu kooperieren. Denn erst die Zusammenarbeit mit Fächern wie Geophysik, Biologie, Röntgendiagnostik, Agrarwissenschaft und den verschiedenen Kulturwissenschaften führt zu verwertbaren Ergebnissen in der Archäologie. Analog dazu gibt es für den Wettbewerb auch keine Einschränkung der filmischen Genres: die sachliche Dokumentation hat hier ebenso ihren Platz (und ihre Befürworter) wie der Zeichentrickfilm, das Dokudrama oder die Computeranimation. Die Themen umfassen nicht nur die Darstellung der archäologischen Arbeit aller Epochen, sondern auch künstlerische Auseinandersetzungen zum Thema Archäologie und die Stellung des Fachs und seiner Vermittlung in der jeweiligen Epoche. Die einzige Bedingung indes ist: Es muss wissenschaftlich redlich und handwerklich überzeugend realisiert sein.